Private Krankenversicherung

PKV-Beitrag im Ruhestand

Eine der wichtigsten Überlegungen: Der Beitrag im Ruhestand

Der Zahlbeitrag im Ruhestand ist eine der wichtigsten Überlegungen, wenn es um die Entscheidung für die private Krankenversicherung geht – aus diesem Grund sollten Interessierte sämtliche Fakten kennen. Neben den sogenannten Alterungsrückstellungen, welche die höheren Gesundheitskosten im Alter ausgleichen, spielt der 10%ige gesetzliche Sicherheitszuschlag eine wichtige Rolle. Dieser Zuschlag wurde im Jahr 2000 eingeführt und dient der Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für das Rentenalter um notwendige Beitragsanpassungen auf Grund inflationärer Kostensteigerungen aufzufangen oder abzumildern. Dieser Zuschlag stellt eine weitere Sicherheitskomponente dar, um die Beiträge im Alter stabil und damit planbar zu halten.

Zusätzlich zu den bereits eingebauten Sicherungsmechanismen der privaten Krankenversicherung, kann optional ein weiterer Baustein zur Beitragsentlastung im Alter hinzugekauft werden. Hierbei handelt es sich um einen dritten Sparplan zur Bildung von Rücklagen, die den Zahlbeitrag ab dem Renteneintritt um einen – individuell – festgelegten Betrag absenken. Die Aufwendungen für den Baustein zur Beitragsentlastung im Alter sind zudem arbeitgeberzuschussfähig bzw. können im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes (BEG) von der Steuer abgesetzt werden. Arbeitnehmer, ob gesetzlich oder privat versichert, erhalten darüber hinaus zu ihrer Krankenversicherung einen Zuschuss von der Deutschen Rentenversicherung i.H.v. 7,3% ihrer gesetzlichen Rente.

PKV - Beitrag im Alter 1

Schematische Darstellung des Beitragsverlaufs im Ruhestand

Beitragsentlastungen für Rentner in der privaten Krankenversicherung

Ab dem 60. Lebenjahr - Gesetzlicher Sicherheitszuschlag

Der sogenannte gesetzliche Sicherheitszuschlag i.H.v. 10 % entfällt. Das bis zu diesem Zeitpunkt gebildete Kapital verzinst sich bis zum 65. Lebensjahr weiter.

Ab dem Rentenbeginn (63/65/67) - Krankentagegeldversicherung

Der Beitrag für die Krankentagegeldversicherung entfällt, da diese Absicherung auf Grund der Alterseinkünfte (gesetzliche/betriebliche Rente(n), Zinseinnahmen, Mieteinnahmen usw.) nicht mehr notwendig ist.

Ab dem Rentenbeginn (63/65/67) - Zuschuss der DRV

Der Zuschuss der Deutschen Rentenversicherung i.H.v. 7,3 % wird auf Basis der gesetzlichen Rente sowohl an gesetzlichen als auch an privat Versicherte gezahlt.

Beispiel:

1.000,- EUR gesetzliche Rente x 7,3 % = 73,- EUR pro Monat

Ab dem 65. Lebensjahr - Gesetzlicher Sicherheitszuschlag

Das durch den 10%igen gesetzlichen Sicherheitszuschlag gebildete Kapital wird dazu verwandt um notwendige Beitragssteigerungen zu mildern bzw. aufzufangen.

Ab dem 80. Lebensjahr - Gesetzlicher Sicherheitszuschlag

Sofern noch genügend Kapital vorhanden ist, kann das durch den 10%igen gesetzlichen Sicherheitszuschlag gebildete Kapital dazu verwandt werden, um den Beitrag zur privaten Krankenversicherung abzusenken.

Jederzeit möglich - Tarifwechselrecht nach § 204 VVG

Unabhängig von den bereits genannten Effekten, besteht zu jedem 1. des Monats die Möglichkeit, einen Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft – unter Anrechnung aller Rechte – vorzunehmen. Eine Tarifumstellung sollte jedoch gut überlegt sein, da diese nicht nur den Beitrag, sondern auch die Leistung beeinflusst.

Optional: Der Baustein zur Beitragsentlastung im Ruhestand

Der Beitrag für die private Krankenversicherung kann optional durch den Abschluss eines „Bausteins zur Beitragsentlastung im Alter“ abgesenkt werden. Die Aufwendungen für den Baustein zur Beitragsentlastung sind analog dem Beitrag zur privaten Krankenversicherung a. arbeitgeberzuschussfähig und b. im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes von der Steuer absetzbar.

PKV - Beitrag im Alter 2

Schematische Darstellung des Beitragsverlaufs im Ruhestand

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