Private Krankenversicherung

Familienversicherung in der PKV

Im Entscheidungsprozess für oder gegen die private Krankenversicherung spielt das Thema der „Familienversicherung“ regelmäßig eine wichtige Rolle.  Der Klassiker – Frau oder Mann versichern sich in jungen Jahren privat, heiraten und bekommen ein paar Jahre später das erste Kind. Spätestens jetzt kommen Fragen auf wie beispielsweise: Über wen werden die Kinder versichert?  Welche Kosten entstehen? Wie wird die Partnerin versichert? In jedem Fall sollte man den Beitragsverlauf langfristig betrachten, denn am Anfang wird durch den Wechsel in die Private gegenüber der Gesetzlichen gespart. Während der Familienphase kehrt sich dieser Vorteil ins Gegenteil um und die Private wird unterm Strich teurer. Mit der Ausbildung bzw. nach dem Studium und der Aufnahme eines Berufs oder Selbstständigkeit müssen sich die „Kinder“ selbst versichern – dies führt zu einer sofortigen Beitragsentlastung.

Betrachtet man den Verlauf objektiv und rechnet bis zum Ende, ist auch diese Situation machbar. Während der Familienphase kann bei finanziellem Engpass die Überlegung angestellt werden, ob sich der privat versicherte Elternteil temporär in einem leistungsschwächeren Tarif versichert oder alternativ während dieser Phase den eigenen Selbstbehalt erhöht um damit den Beitrag ein wenig zu senken. Hierbei sollte auf entsprechende Optionen geachtet werden, die eine anschließende Rückkehr in den Ausgangstarif – ohne erneute Gesundheitsprüfung – ermöglicht. Die Aufwendungen zur Kranken- und Pflegeversicherung können zudem im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes (BEG) von der Steuer abgesetzt werden – ein höherer Beitrag führt zu einer höheren Steuerentlastung. Wenn zumindest ein Elternteil Beamte/r ist – können die Kinder „für ´n Appel und ´n Ei“ über diese/n versichert werden.

Familienversicherung in der PKV

Schematische Darstellung des PKV/GKV-Beitragverlaufs während der Familienphase

Phase 1:
Mit dem Übertritt in die private Krankenversicherung kommt es regelmäßig zu einer Reduzierung der Beiträge und damit zu einem finanziellen Vorteil gegenüber dem Höchstbeitrag der GKV.

Phase 2:
In der Familienphase kehrt sich der finanzielle Vorteil in eine temporäre Mehrbelastung. Idealerweise können in dieser Phase die gebildeten Rücklagen aus Phase 1 zum Ausgleich herangezogen werden. Sobald die Kinder selbst versichert sind, stellt sich die gewohnte Beitragsersparnis gegenüber der GKV wieder ein.

Phase 3:
Mit dem Entfall der Beiträge für die Kinder fällt der Beitrag wieder unter den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung und sorgt für den bekannten Beitragsvorteil aus Phase 1. Etwaige Mehrbelastungen aus Phase 2 werden in Phase 3 aufgefangen und sorgen für einen finanziellen Ausgleich der Aufwendungen.

Fazit

Wer sich nicht nur aus Gründen finanzieller Einsparung für die private Krankenversicherung entscheidet und der Fairness halber zum Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkasse eine entsprechende private Krankenzusatzversicherung hinzurechnet, erkennt, dass die Private auch im Falle der Familiensituation gut machbar ist. Welche Vorteile sich aus dem privatrechtlichen Versicherungsverhältnis im Fall der Fälle ergeben, wurde bis jetzt noch nicht berücksichtigt. Natürlich kommt es hierbei auf den gewählten Tarif und dessen Bedingungswerk an. Wer sich nur zum Zwecke der Kosteneinsparung für eine private Krankenversicherung entscheidet und dabei auf Billigtarife setzt, wird langfristig sicher keine Freude an diesem Thema haben.

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