Leitbild

Wofür ich stehe

Die Versicherungsbranche verfolgt, wie jede andere Branche, das Ziel, den eigenen Gewinn zu steigern. Um ihre gesteckten Ziele zu erreichen, nehmen die Gesellschaften einiges auf sich. Sogenannte Maklerbetreuer versuchen, den Makler für ihr Produkt zu gewinnen und animieren diesen dazu, eben jene neue „Produkt-Innovation“ an die Frau oder den Mann zu bringen. Auf sogenannten Roadshows werden Makler über bestimmte Themen „informiert“ um mit den gewonnen Einsichten neue Vertriebsansätze auszutüfteln. Messen, Lustreisen, Incentives oder die Einladung zum Oktoberfest lassen uns erahnen, was alles unternommen wird, um den Absatz zu steigern.

Eine häufig gewählte Form, um den Kunden von einem bestimmten Produkt zu „überzeugen“, sind sogenannte Produkt-Ratings oder auch Auszeichnungen. Sogenannte Rating-/Softwarehäuser wie beispielsweise MORGEN & MORGEN, Franke und Bornberg oder ASSEKURATA werden von den Gesellschaften für ihre Produkt-Ratings bezahlt um anschließend damit zu werben. Wie diese Ratingverfahren genau funktionieren wird selten hinterfragt. Alternativ wird dem Konsumenten mittels kurzem Blick in Testberichte wie sie von Finanztest, Focus Money oder EURO angeboten werden, aufgezeigt, welches Produkt gut und welches weniger gut für ihn geeignet sein soll. Alles scheint so einfach zu sein! …oder etwa doch nicht?

Die Wahrheit ist eine andere. Die Produktgeber schreiben sich ihre eigenen Versicherungsbedingungen und legen sich damit die Spielregeln zurecht, an die sich deren Kunden zu halten haben. Kein Kunde geschweige denn ein Vermittler liest sich diese Versicherungsbedingungen durch. Es wird schön geredet und das blaue vom Himmel versprochen um den Kunden dazu zu bewegen, seine Unterschrift unter den Antrag zu setzen. Ja, es gibt Ausnahmen! …und was kann der gebundene Vermittler oder Bankberater schon dafür, wenn sein Arbeitgeber nur eine private Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung mit einem schlechten Bedingungswerk im Portfolio der Produkte bereithält. Er muss vermitteln um nicht gekündigt zu werden.

In den Versicherungsbedingungen bzw. den Verträgen, die Kunden mit ihrem Versicherer schließen, finden sich eben diese Klauseln, die regelmäßig für Unmut sorgen und der Branche das bekannte Image zutragen. Im Rahmen sogenannter „Grundfähigkeits- oder auch Körperschutzpolicen“ werden Kunden im Leistungsfall beispielsweise mit kuriosen Tests konfrontiert, auf deren Grundlage der Versicherer dann entscheidet, ob der Kunde die Voraussetzungen für eine Leistung erfüllt hat oder eben nicht. Liest man sich diese Definitionen und Klauseln in Ruhe durch, schmunzelt man zunächst um anschließend ins Zweifeln zu geraten, ob man so etwas wirklich guten Gewissens beraten oder gar verkaufen kann.

Mein Kunde ist letztlich ein „Schutzbedürftiger“ und ich als Makler sein „Auswahlbeauftragter“ – ich trage eine soziale Verantwortung für meinen Kunden! Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, für meinen Schutzbedürftigen einen geeigneten Versicherer oder auch „Selektiver Risikoträger“ auszuwählen, um seine Bedürfnisse nach Sicherheit zu erfüllen. „Selektiv“ deshalb, da sich Versicherer gerne die Rosinen oder auch „guten Risiken“ herauspicken. Kunden sollten verstehen, dass Versicherungsverträge nichts anderes sind, als Rückversicherungen für Risiken, die man selbst nicht tragen kann oder möchte. Nicht mehr und nicht weniger. Vor allem die existenziellen Bereiche müssen hochwertig versichert sein. Hier führt kein Weg an dem Blick in das Kleingedruckte vorbei.